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Studio – Pädagogisch-reflexives Interview

Leitung: Mag.a Andrea Hoyer-Neuhold, Mag.a Sandra Messner (beide ZSW)

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Beratung hier

Im Rahmen des Studios wurde mit dem pädagogisch-reflexiven Interview (Eveline Christof) gearbeitet, das die sozialwissenschaftliche Methode des Interviews mit einem pädagogischen Anspruch verbindet: Die in den Interaktionsprozessen einer Interviewsituation immer ablaufenden Lernerfahrungen werden als solche gezielt methodisch unterstützt und dazu genutzt Bildungsprozesse anzuregen.
Die Beteiligten erlernen Interviewkompetenzen und entwerfen Interviewfragen, um in einem nächsten Schritt einander gegenseitig zu einer erlebten pädagogischen Situation zu interviewen. Die Auswertungen der Einzelinterviews werden sowohl individuell rückgemeldet als auch zu einem Gesamtergebnis zusammengeführt.


Zum Verlauf

In der Pilotphase wurde diese Methode für den Kontext pädagogischer Professionalisierung und für die spezifische Gruppenzusammensetzung adaptiert:

Nach einer Einführung in Interviewkompetenzen erarbeitete die Gruppe gemeinsam einen Interviewleitfaden, mit Hilfe dessen die Teilnehmer_innen Einzelinterviews über eine selbst erlebte schwierige pädagogische Situation bzw. eine pädagogischen Situation mit nicht zufriedenstellendem Ausgang führten. Dabei war jede Person einmal Interviewer_in und einmal Interviewpartner_in, musste also einen Perspektivenwechsel vollziehen.

Die Interviews wurden im Anschluss von den Interviewer_innen transkribiert und die Erzählpassagen nach zuvor entwickelten Kategorien geordnet, wobei die Aussagen in die dritte Person übertragen und paraphrasiert wurden. Im nächsten Schritt meldeten die Interviewer_innen die Ergebnisse an die Interviewpartner_innen rück. Abschließend gab eine schriftliche Einzelarbeitsphase Gelegenheit, an der selbst geschilderten pädagogischen Situation einen Perspektivenwechsel zur bisherigen Wahrnehmung und Deutung vorzunehmen, wobei ansatzweise Differenzen sichtbar werden konnten.

Das Setting des Einzelinterviews in einen partizipativen und kollektiven Forschungsprozess zu überführen, stellt die große Herausforderung dieses Studios dar. In der Pilotphase wurde dazu mit verschiedenen Gruppensettings im Auswertungsprozess experimentiert.

Auch die inhaltliche Gestaltung des Auswertungsprozesses entwickelte die Gruppe in der Pilotphase. Im Hinblick auf die Forschungsfragen wurden für die Auswertung folgende Kategorien gewählt:

* professionelles Selbstverhältnis: Aussagen über sich und über sich in der Rolle als angehende_r Pädagog_in
* Weltverhältnis: Aussagen über das Gegenüber in der pädagogischen Situation
* (strukturelle) Rahmenbedingungen: Aussagen über die Institution, über Arbeitsbedingungen, räumliche Beschaffenheit, zeitliche Vorgaben…
* Differenzen | Brüche | Widersprüche: Aussagen über widersprüchliche Gefühle, Ambivalenzen, über widersprüchliche Handlungen, über Differenzen zwischen Personen

Im Zuge der ersten Auswertungen konnten bereits Verfeinerungen dieses Analyserasters entstehen, was in der Hauptphase fortgesetzt wurde.